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4. Goslarer Bündnis gegen Rechtsextremismus gegründet Bürgerfreundlich, weltoffen, demokratisch, lebendig und bunt... Vom 14.08.2007 Zuordnung > Alle |
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Artikel Nr. 4 vom 14.08.2007
Goslarer Bündnis gegen Rechtsextremismus gegründet
Bürgerfreundlich, weltoffen, demokratisch, lebendig und bunt! Solch eine Stadt wollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gründungsversammlung des Goslarer Bündisses gegen Rechtsextremismus bewahren. Mit großer Mehrheit haben sie sich Mitte Juli für eine gemeinsame Plattform ausgesprochen. Anlass der Gründung ist die Kandidatur der NPD zu den Landtagswahlen 2008.
Der rechtsradikalen NPD soll nicht der öffentliche Raum der Stadt für ihre menschenverachtende Propaganda überlassen werden.
Text des Aufrufes:
Zu den Landtagswahlen im Januar 2008 wird die rechtsextreme NPD auch in Goslar mit einem Kandidaten antreten.
Sie wird verstärkt versuchen, ihre rassistische und neonazistische Ideologie zu verbreiten. Sei es durch Verteilen von Informationsmaterial, durch Informationsstände, durch Aufmärsche oder Auftritte in Gremien und öffentlichen Veranstaltungen. Obwohl die NPD nicht verboten ist, sind ihre politischen Ziele grundgesetzwidrig. Vor allem gegen den in Artikel 1 Grundgesetz garantierten Schutz der Menschenwürde und gegen das in Artikel 3 Grundgesetz enthaltene Gleichbehandlungsgebot verstößt die NPD durch ihre fortwährende Politik der Ausgrenzung.
Wir, jeder Einzelne, Gruppen und Initiativen, Organisationen und Verbände, Schulen, Gewerkschaften, Betriebe, Verwaltungen, Kirchen, alle demokratischen Parteien und Stadtrat machen hiermit deutlich:
Wir werden es nicht zulassen, dass die NPD in Goslar öffentlichen Raum missbraucht und unsere Stadt als Bühne für ihre menschenverachtende Propaganda nutzt.
Wir setzen uns ein für eine Gesellschaft, die frei ist von Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung.
Wir wollen, dass Goslar weiterhin eine weltoffene, demokratisch verfasste, bürgerfreundliche, lebendige und bunte Stadt bleibt, in der rechtsradikale Kräfte keine Chance haben.
Deshalb fordern wir alle demokratischen Kräfte in der Stadt auf:
• Organisieren Sie in Ihrem Bereich Veranstaltungen, die über die demokratiefeindlichen Inhalte rechtsradikaler Politik aufklären.
• Lassen Sie die von den Nazis ausgegrenzten Menschen zu Wort kommen. Die Stärke einer Gesellschaft zeigt sich im Umgang mit den Schwächsten.
• Schauen Sie nicht weg und hören Sie nicht weg bei rechtsradikalen Übergriffen sondern informieren Sie das Bündnis, damit alle gemeinsam aktiv werden können. Zeigen Sie diese Übergriffe bei der Polizei an.
• Zeigen Sie das Tragen verbotener Symbole und Abzeichen sowie das Rufen verbotener Parolen an.
• Beteiligen Sie sich an den Aktionen des Goslarer Bündnisses gegen Rechtsextremismus
Goslarer Bündnis gegen Rechtsextremismus
Eingetragen am 16.08.2007 09:12 |